Willkommen im Kunderbunt der Retrospektive


Allerlei und durcheinander,

so wie es sein soll oder eben erlebt wird.

16 Mai 2009

Oma

Ich hab es mir nicht ausgedacht, aber meine Tochter ist der Überzeugung es wäre schön, wenn sie Kinder hätte. Nun, im Oktober scheint es so weit zu sein. Der Geburtstermin liegt um den 20. Oktober. Und ich bin nicht da.....

Es scheint an unserer Familie zu liegen, dass wir jung, resp. sehr jung Kinder bekommen. Schaut man sich die verschiedenen Aspekte an, warum oder wieso so jung, scheint es immer der selbe Hintergrund zu sein oder zumindest sehr ähnlich. Ich hoffe nur nicht, dass auch die nachvollgenden Erfahrungen nicht so weiter gegeben werden, wie bei mir und meiner Mutter. Wobei ich dazu sagen muss, es machte mich auf einen Schlag reifer und verantwortungsbewusster. Vielleicht damals etwas zu reif für mein Alter, aber es gab mir im Nachhinein ein gutes Gefühl. Aber es ist ja bekannt, dass man an schlechten Erfahrungen reift, wächst und zumindest versucht nicht noch mal da hin zu gelangen , wo man einst war. Damit will ich überhaupt nicht sagen, dass meiner Tochter das selbe blüht. Aber ich sehe in ihrem und meinem damaligen denken so viele Paralellen, dass einem schon ein wenig Angst werden kann.

Ich hoffe, sie wird es meistern, wie ich es einst meisterte.

1 Kommentar:

Axel hat gesagt…

Bevor ich meinen Senf dazu gebe: Ein freudiges Ereignis steht ins Haus, ich gratuliere. ;)

Das mit den zeitig Kinder bekommen kenne ich aus meinem Umfeld, bis auf wenige Ausnahmen, auch.
Von meiner Seite aus muss ich allerdings sagen, dass es wohl früher normaler war, dass man zeitig Nachwuchs bekam. Es waren die sozialen Strukturen noch etwas anders. Man konnte die Kinder dann getrost in Einrichtungen gebenn bzw. hatte immer jemand Zeit für sie. Ob das nun immer so optimal war, kann man sich natürlich darüber streiten. Wenn ich von mir spreche, so hatte ich genau genommen mehr als eine Mutter, einen Vater oder Großeltern. Das ging auch oft gar nicht anders, aus Berufsgründen. Andersrum war es dann auch oft der Fall, dass man für andere die Ersatzgeschwister oder viel später eine Art Ersatzpapa war.
Joar und wer zuerst nach Hause kam, meistens ich, der hatte immer den ganzen Haushalt um die Ohren und musste vor allem noch selber heizen. Von wegen ich bin ja noch so klein und schaffe keinen EImer Kohlen. Dann musste man den eben halbvoll machen und lief zweimal. Ich hasste es, weil ich mich immer so fühlte, dass alles an mir hängen blieb. Wenn man mal jemanden zum Ausheulen brauchte, oder Hilfe benötigte, war Nachbars Oma und und und immer da. Wenn ich das heute manchmal so sehe, würden viele einfach an ihrer eigenen Inkompetenz zugrunde gehen, wenn sie mit einem Flugzeug im Dschungel abstürzen würden, weil sie nicht mal wüssten, in welche Richtung sie laufen müssten.

Aber dennoch ein Aber ... da ich finde dass sich immer einiges an andere Generationen weitergibt. Ich sage es ungern und sage mal das Klischee Osten. Hier ist es leider immernoch so, dass der Wunschtraum, zeitig Kinder zu bekommen, stärker ausgeprägt ist, als im Rest des Landes. Oftmals absolut nicht weitgedacht und man schlaucht sich nicht gerade wenig mit Hartz IV den Rest des Lebens durch. Selbst wenn es nicht am Geld liegt, so sind die Menschen heutzutage einfach unreifer. Man ist jung, glaubt man ist verliebt, weil man den "süßesten" Partner auf der Welt hat und passt absolut nicht zusammen. Man entwickelt sich ständig weiter und das für den Rest seines gesamten Lebens. Ob und wie man sowas kann, liegt an einem selbst und bestimmt aber wiederum, wielange etwas funktionieren kann. Aber sowas lernt man eben nur durch Erfahrungen, welche oft auch bitter sein können. Ich weiß noch genau wie ich als 14-järiger zu meiner Schwester sagte, es ist nicht der richtige Freund für dich, da er dir geistig unterlegen ist. Aber man erzählt dann eben in solchen Momenten Schrott und knapp 7 Jahre später kommt die bittere Erkenntnis, die sich bis heute mehr als zuvor verdeutlicht hat. Oder wie vor 1 Monat, als ein Bezihungsstreit dermaßen ausartete, dass sich jemand aus meinem Bekanntenkreis aufhing. Ein anderer mit dem Streß der Familie nicht mehr zurechtkommt und immer mehr dem ALkohol verfällt, oder eben schlichtweg deine eigene Mutetr mal sagt, wie oft man denn noch auf die Nase fallen will, damit man es endlich kapiert, dass man vernünftig zusammenpasst. Wenn dann noch Kinder ins Spiel kommen, wäre es einfach nur unevrantwortlich. Alles was man in der Kindheit und Jugend versaut, schlägt sich immer auf den Rest des Lebens nieder und nicht jeder ist dazu in er Lage, oder hat nicht die Kraft dazu, es abszustellen. Viele ist oft nur naives Wunschdenken und einfach eine Illusion. Man darf nur nicht den Fehler machen und bei negativen Ereignissen in eine Opferrolel verfallen. Wie du schon sagst, lernt man aus Fehlern.
Alte Redewendungn: Was us nicht umhaut, macht uns stärker!

Solange man das Lachen nicht verlernt ...

Soo, langer Text. Aber ich möchte nun nicht den Teufel an die Wand malen und lasse mich immer gern vom Gegenteil überzeugen und dann auch anstecken. In diesem Sinne: Ich freue mich mit für euch, egal was wie, wann kommen wird. *zwinker*