Willkommen im Kunderbunt der Retrospektive


Allerlei und durcheinander,

so wie es sein soll oder eben erlebt wird.

07 Juli 2008

Wendepunkt

Naja wieder einmal umziehen. Wie ich es liebe.
K.A. ob dies gut gehen wird, aber ich bleibe optimistisch. Wahrscheinlich wird es ein Umzug, welcher nicht auf die Dauer sein wird, aber zumindest für ein Jahr. Wie es dann weiter geht, weiss ich nicht. Aber es wird sicherlich besser als hier, wo ich jetzt wohne. So ziehe ich mit einer Arbeitskollegin zusammen, welche aus Kassel kommt. Samstag erfuhr ich, dass wir eben genau diese Wohnung bekommen. Wir werden uns arrangieren können. Vielleicht war es ein Kurzschluss meinerseits, aber es wird mich sicherlich bereichern, eine solche Erfahrung.

Es steht noch so viel an. Irgendwie habe ich für manches einfach keine Kraft mehr. Ich fühle mich ausgelaugt, würde gerne einfach zur Ruhe kommen. Und trotzdem weiss ich, das ich mein Leben lang nicht zur Ruhe kommen werde, wenn ich einiges einfach links liegen lasse. Ist es wieder einmal Zeit, mein Leben grundlegend zu ändern? Eigentlich bräuchte ich ein Time-out, um mir endlich im Klaren zu werden, was ich will oder auch nicht. Was ich mir noch zumuten kann und was nicht. Die Grenzen sind schon lange überschritten, es bleibt kein Platz, ich funktioniere nur noch.
Nein nicht ganz... ich entfliehe dem tristen Alltag, schöpfe ein wenig Ruhe und Kraft, welche aber, kaum bin ich wieder zu Hause, wie weggeblasen ist.

Weiss ich wo ich hin will und wo ich stehe? Welchen Weg soll ich wählen, zuerst da hin zu gehen wo ich will um mir dann im Klaren zu werden, wo ich stehe. Ist es nicht logischer zuerst zu wissen wo man steht und dann den Weg einzuschlagen wohin man will. Hmm... ich weiss zwar wo ich hin will, aber wo ich stehe. Dies hat logischerweise damit zu tun, dass mir schlicht die Kraft fehlt. Eine weitere Demütigung könnte ich nicht ertragen. So Frage ich mich in letzter Zeit oft, ob ich nicht einfach diesen Job behalten sollte, aber in einer anderen Institution. Oder eben etwas ganz anderes einschlagen soll.

Obwohl mir einige Leute sagen, ich sei ausgeglichener, lächle wieder vermehrt, wirke gelöster. Es ist mir scheiss egal, ich empfinde dem nicht so.

Die Wand ist hoch, ich weiss mich nicht wo halten, ich will nicht mehr fallen, ich schrecke zurück, halte mich an schon längst verfallenem und greife zögerlich nach vorne, mein Ich ist mir eigentlich wichtig. Diese Vorsicht prägte mich schon vor Jahren, brachte mich ein ganzes Stück vorwärts und nun stehe ich wieder vor einem Wendepunkt. Wie oft muss ein Mensch solche Entscheidungen im Leben fällen. Wirkt man ruhelos, wenn man dem oft ausgesetzt ist. Findet man die Ruhe irgendwann im Leben?

1 Kommentar:

Axel hat gesagt…

In deinem Beitrag finde ich einen gewissen Grad an Wiederkennungswert. Es geht nicht um Details, aber um das Prinzip. Wie oft steigt man nach oben und fällt genauso tief wieder nach unten? Das es so ist, ist normal. Es stellt sich nur die Frage, wie oft verkraftet man diese Schwankungen? Die einen zerbrechen, die anderen gewöhnen sich daran.

Ich finde du lebst vielleicht bewußter als sonst und bist dir mehr denn je im Klaren darüber, was das Leben ausmacht.

Und genau du warst es mal gewesen, als du mir sagtest dass ich offener geworden bin und anders mit Situationen umgehe. ;)

Mir zeigt dein Text vor allem, es geht nicht nur mir so, sondern dir und bestimmt vielen anderen auch. Diese Erkenntnis nicht allein zu sein, hilft wiederum.

Ich bin der Überzeugung, es muss so sein, sonst hebt man irgendwann ab, oder fällt noch tiefer nach unten. Beides kann schmerzlich enden!

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und drücke dir die Daumen! Ich weiß du schaffst es, wie alles bisher. In Sachen Zuhören habe ich sowieso noch eine offene Rechnung bei dir.

/thumbsup2